ÜBER DEN FILM

Bankenkrise, Spekulationsblase, Turbokapitalismus: Selbst ausgewiesene Konservative zweifeln mittlerweile am System. Doch ein politischer Gegenpol ist nicht in Sicht, ein Vierteljahrhundert nach der Bankrotterklärung des real existierenden Sozialismus auf deutschem Boden. Für uns, die ewig Nachgeborenen, aufgewachsen im Zeitalter des siegreichen Kapitalismus, sozialisiert am Zonenrand der Weltgeschichte, hat sich die Systemfrage nie gestellt: Die Sieger schreiben die Geschichte. Das Wort „Sozialismus“, durch Stalin und Honecker des romantischen Klanges und der Utopie beraubt, kann in Deutschland nicht mehr unbelastet ausgesprochen werden. Ein Stigma, worunter die politische Linke bis heute leidet: „Sozen und Gutmenschen“, das Lieblingsthema eines abgebrühten Comedy-Zynismus. Das ideologische 20. Jahrhundert, in Mitteleuropa ist es längst zu Ende. Den beleidigten Träumen von einst begegnet man gewappnet mit Ironie, man verletzt bewusst mit dem Vorwurf der Nostalgie und enteignet das eigene Vokabular der Bedeutung, überführt es in den belanglosen Polit-Sprech der Merkel-Ära. Doch kann man den Kapitalismus ohne Gefühl überhaupt überwinden? Sind wir noch zu politischer Empathie fähig, oder nur noch zur Empörung?

Die ererbten Träume im Zeitalter der marktkonformen Demokratie.

FINIS TERRAE ist keine Suche nach Antworten, sondern die filmische Suche nach einem Gefühl, dem Troja unserer Generation. Beleidigte Träume. Eine Weltreise auf der Suche nach der verlorenen Utopie. Ein romantisches Manifest aus der bleiernen Ära der Alternativlosigkeit.

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